Tesis

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Weshalb einer der besten, gelungensten (Psycho)Thriller der 90er Jahre hierzulande lediglich als Videopremiere erschien und den Weg ins Kino nie fand, ist mir vollkommen schleierhaft. Selten, wahrscheinlich noch nie zuvor, war ich nach einem Film dieses Genres derartig aufgewühlt, verstört, erschüttert und schockiert wie nach "Tesis - Faszination des Grauens". War Amenábar der erste Regisseur, der sich in einem seiner Filme mit dem heiklen Thema der Snuff-Filmerei befasste? Weniger durch sichtbare Gewaltdarstellung als durch grässliche, fast unerträgliche Geräusche, Schreie und um Gnade bittende, aber nicht erhört werdende, Rufe schafft er eine unbequeme Atmosphäre und mit ihr einen Film, der ganz, ganz tief unter die Haut geht und dort auch erst mal bleibt, weil man ihn sicherlich nicht so schnell vergessen wird. Ernstzunehmende Auseinandersetzung mit brisanter Thematik und medialer Gewalt im allgemeinen und mörderisch spannender, intelligenter Thriller mit vielen überraschenden, irren Wendungen und gekonnt gelegten falschen Fährten zugleich.

>>By Burnham   (Tuesday, 31 May 2005 04:38)



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