Video:



DVD:



Diskussion: Control

Hmm.. fand ich etwas anstrengend und langweilig. Junger Mann, lebenslustig, heiratet und bekommt ein Kind. Dann wird er zum Rockstar. Verliebt sich in eine Schönheit. Zwischen der Pflicht gegenüber seiner Frau und seinem Kind und der Liebe zu Annik (oder wie sie hiess) und dem ganzen Stress mit seiner Band und seiner Epilepsie wird er Lebensmüde und hängt sich mit 23 auf. Hatte irgendwie wenig positive Momente.

>>By mg



Confusion in her eyes that says it all.
She's lost control.
And she's clinging to the nearest passer by,
She's lost control.
And she gave away the secrets of her past,
And said I've lost control again,
And a voice that told her when and where to act,
She said I've lost control again.

(She's Lost Control - Joy Division)


Mother I tried please believe me,
I'm doing the best that I can.
I'm ashamed of the things I've been put through,
I'm ashamed of the person I am.

Isolation, isolation, isolation

(Isolation - Joy Division)



In zwei Tagen zweimal gesehen.

Großartig dieser Film, wirklich großartig.

Diese wundervollen, wahren, schmerzlich-schönen, tieftraurigen Bilder in diesem klaren Schwarzweiß.
Diese Musik, diese Schauspieler, die allesamt so perfekt passen, allen voran natürlich Sam Riley als der Sänger Ian Curtis von der Band Joy Divison.
Diese ganze tragische, verzweifelte Geschichte dieses Menschen.
Diese einzigartige, nicht zu definierende magisch-melancholische Atmosphäre von Control.
Und immer wieder diese Bilder, dieses tolle Licht, der Regen, der an der Scheibe der Telefonzelle herunterläuft.
Ian Curtis Blicke, diese Verzweiflung und Angst.
Und auch immer wieder der leise aufblitzende Humor,
Blätter, die sich schwarz in einer Fensterscheibe spiegeln.

Schaut ihn euch an diesen Film.
Sofort.
Mehrmals.

>>By JoAnn



Ich hab ihn gestern gesehen und bin auch begeistert. Sehr schöne Bilder und eine tolle, leicht bedrückende Stimmung. Ich mag das. :o)

>>By Mabim



Oh my... Nun gut, das ist ungefähr so als wäre man total unbeleckt was Bob Dylan betrifft und würde in den Biopicstreifen über ihn ins Kino geschickt werden. Das lässt einen sicher auch kälter als irgendeinem Mittfünfziger.
Insofern bin ich wohl ziemlich voreingenommen... *auf mein verschlissenes Joy Divison Shirt schiel, was auch schon bessere Zeiten erlebt hat*.

Nichtsdestotrotz ist es ja schonmal eine Offenbarung hier als Einstiegsmonolog nicht nur zu lesen "War im Kino, toller/komischer Film. Warum schreibt hier niemand was drüber?", wo man sich zwangsläufig immer fragt ob man als einziger Mensch im Deutschunterricht mal was über These und Antithese gelernt hat.

Zuallererst ist es eine- wenn auch mit künstlerischer Freiheit- verfilmte Biographie. Also sollte man am Plot nicht zu viel aussetzen. Das ist ungefähr so als würde man sich bei Titanic drüber aufregen, dass am Ende (fast) alle wie ein Eiswürfel im Martiniglas durch den Ozean treiben ...Dass ein Ian Curties mit 23 Jahren nunmal sein Ende auf diese Weise fand, ist eine traurige Wahrheit. Supernovas verglühen nunmal schnell, und manchmal fragt man sich, was ein Kurt Cobain heute machen würde, wenn er es nicht für nötig befunden hätte, sich den Lauf einer mal zur Abwechslung geladenen Knarre in den Hals zu schieben- und ob das so unbedingt eine Bereicherung für die Menschheit gewesen wäre. Was es im hier zu diskutierenden Fall so tragisch macht, ist die Frage- so jedenfalls für mich, ob es einfach nur die Nebenwirkungen seiner Medikamente gegen seine Epilepsie waren, die Ian Curties zu diesem Schritt führten, oder ob sie seine innerliche Zerissenheit nur verstärkten, und es zu diesem Ende kam. Unnütz darüber nachzudenken, Fakten sind Fakten. Was bleibt sind bewegende Bilder eines Anton Corbijn, ein würdiges Manifest für einen Künstler, der nicht wenige tief berührt hat mit seiner Musik. Und ich denke einfach, dass man genau DAS tuen sollte, um den Film und Ian Curties zu verstehen... die Musik hören. Dann wären solche Diskussionen, ob dies ein "guter" Film ist, überflüssig.

Mir ist durchaus bewusst, dass es unterschiedliche Geschmäcker da draussen gibt, und ich verstehe Bob Dylan sicher auch nicht.
Ohne Ian Curties auch nur ansatzweise verstanden zu haben, was den Zugang zu ihm über seine Musik voraussetzt, wird man auch den Film nicht zu schätzen wissen. So go and listen to the radio, listen to the radio... ach, ich vergaß- sowas läuft da heutzutage nicht mehr...

>>By Maren



Hey, Joy Division-Fan, Ian Curtis wird ohne e geschrieben...

Achja, den Zugang zu Bob Dylans Musik habe ich noch nicht so recht gefunden, aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass mir "I'm not there" gefallen wird.

>>By JoAnn



Sie sind nicht eingeloggt. Um alle Funktionen zu nutzen, können Sie sich über Flork einloggen.

Flork ist eine weltweite Community von Menschen, die sich für Musik, Bücher und Filme interessieren oder einfach nur so neue Leute kennenlernen wollen. Als Flork-User können Sie hier mit einem registrierten Namen an den Diskussionen teilnehmen, und auch direkt Nachrichten mit anderen Teilnehmern austauschen: www.flork.de